Energiemanagement


Im Folgenden haben wir Ihnen eine Vielzahl an Informationen rund um das Thema Energiemanagement und der dazu entsprechenden Managementnorm ISO 50001:2018 zusammengefasst. (Übergangsfrist - Drei Jahre ( 20.8.2021 ) ab Veröffentlichung des Normstandards, danach werden ISO 50001:2011 Zertifikate ungültig) Jedoch dürfen nach 18 Monaten ab Veröffentlichungsdatum Zertifizierungsgesellschaften nur noch nach der ISO 50001:2018 auditieren und zertifizieren

Passend zu diesem Themengebiet bieten wir folgende Webinare an.

Energiemanagement

ISO 50001:2018

In diesem individuellen Online-Seminar erfahren Sie, wie Sie die Normforderungen der ISO 50001 in der Praxis umsetzen können, als auch welche Fragen in einem Audit auf Sie und Ihr Unternehmen zukommen können. 

Seminardauer: 6 Stunden (nach jeweils 1,5 Stunden wird eine kurze Pause durchgeführt / mehrere Termine möglich)

Inhalte:

  • Einführung in die Thematik des Energiemanagements im Rahmen der ISO 50001
  • Energierechtlicher Rahmen
  • Ziele und Vorteile durch das betriebliche Managementsystem
  • Prozessorientierter Ansatz unter dem Risikoaspekt
  • Managementprozesse
  • Operative Prozesse
  • Unterstützungsprozessen
  • Forderungen der einzelnen Normkapitel
  • Beispiele der Umsetzung
  • Beispiele für Fragen im Audit (Auditfragenkatalog)
  • Praxisorientierte Beispiele

Kosten:

  • 650,00 € netto zuzüglich 19% MwSt. als Online-Seminar (bis 12 Teilnehmer eines Unternehmens inklusive)

Kontakt

Energiemanagement Audit

Sie möchten zukünftig interne Audits in Bezug des Energiemanagements gemäß der ISO 50001 durchführen, so ist hierbei die Durchführung eines eigenen Systemaudits regelmäßig nachzuweisen

Im Rahmen dieses individuellen Online-Seminars zum internen Energiemanagement-Auditor im Kontext der ISO 50001 erfahren Sie wie Sie Ihre internen Audits planen, durchführen und dokumentieren müssen.

Seminardauer: 4 Stunden (nach jeweils 1,5 Stunden wird eine kurze Pause durchgeführt / mehrere Termine möglich)

Inhalte:

  • Einführung in den Themenkomplex der Auditierung
  • Forderungen der DIN EN ISO 19011 
    • (Anforderungsnorm für die Durchführung von Audits)
  • Prozessorientierte bzw. systemorientierte 
  • Anforderungen der ISO 50001
  • Auditierung
  • Auditarten und Auditkriterien
  • Gesprächs- und Fragetechniken
  • Auditvorbereitung
  • Planung
  • Auditdurchführung
  • Nachweisführung und Dokumentation
  • Auditfeststellungen
  • Auditnachbereitung
  • Auditbericht
  • Maßnahmenmanagement / Wirksamkeitsbewertung der Maßnahmen

Kosten:

  • 450,00 € netto zuzüglich 19% MwSt. als Online-Seminar (bis 12 Teilnehmer eines Unternehmens inklusive)

Kontakt

Energiemanagement

  • ist die vorausschauende, organisierte und systematisierte Koordinierung von Beschaffung, Wandlung, Verteilung und Nutzung von Energie zur Deckung der Anforderungen unter Berücksichtigung ökologischer u. ökonomischer Zielsetzungen (VDI 4602, Blatt 1, 10/2007)

Managementsysteme wie:

  • Umweltmanagement
  • Qualitätsmanagement

Managementsystem:

  • Zusammenhänge und Absichten formulieren, dokumentieren,
  • überwachen, Ziele definieren, anpassen
  • Die Struktur der Energiemanagementnorm entspricht der ISO 14001 und ISO 45000

Energiebilanz eines Unternehmens

INPUT:

  • Betriebsstoffe
  • Energie

    <<< BETRIEB >>>

OUTPUT:

  • Produkte
  • Prozesse
  • Abfall
  • Emissionne
  • Wärme
  • Schadstoffe

Management von Ressourcen

Mittelbereitstellung für:

  • ein wirksames E-System
  • die ständige Verbesserung des E-Systems

Mitarbeiter

  • Einsatz von auf Ihrem Einsatzgebiet kompetenten Mitarbeitern:
  • Umsetzung von Mitarbeiterschulungen
  • Die Wirksamkeit d. Schulungen bewerten
  • Bewusstseinsschaffung für die Arbeit u. das Umfeld
  • Aufzeichnungen über die Fertigkeiten der Mitarbeiter führen

Infrastruktur

  • Messstellen
  • Prozessausrüstung wie Hard- u. Software / Unterstützende
  • Dienstleistungen

Aufgaben des Energiemanagement-Beauftragten:

  • Ist gemäß der aktuellsten Normfassung entfallen, kann jedoch freiwillig in den Unternehmen benannt werden
  • Sicherstellung, dass die erforderlichen Prozesse eingeführt, umgesetzt und aufrecht erhalten werden
  • Unterrichtung der Leitung über die Leistung des EMS u. mögliche Verbesserungsmaßnahmen
  • Bewusstsein schaffen für das Thema EM und den Kundenanforderungen

Ziele des Energiemanagements

Vorraussetzung:

  • Spezifisch
  • Messbar
  • Angemessen
  • Realistisch
  • Terminiert

Planung der Energie-Ziele:

  • für alle relevanten Funktionsbereiche
  • für alle erstellten Produkte u. Dienstleistungen und Betriebsbereiche
  • müssen durch Kennzahlen messbar sein
  • auf Grundlage der E-Politik stehen
  • Beispiele: Schadstoffausstoß, Strombedarf
    • → KVP
  • Optimierungsmaßnahmen im Prozess XY
  • Senkung des Energiebedarfs um ...%
  • Schulung von Mitarbeitern im Betriebsbereich
  • Höhere Mittel-Bereitstellung von Ressourcen für EMS
  • Anschaffung einer neuen effizienteren Maschine für …

Energieaspekte und Kennzahlen

Direkte Energieflüsse

  • Emissionen, Verbrauch von Ressourcen und Energien

Indirekte Energieaspekte

  • Energieflüsse, welche der Unternehmer nicht direkt beeinflussen
  • kann! (Wirkungsgrade)
  • Zusammensetzung des Produktangebots
  • Energiebilanz

Energiefluss im Unternehmen:

  • Energieträger
  • Gas, Wärme, Elektrizität
  • Infrastruktur
  • Produktion / Prozesse, Maschinen, Beleuchtung, Büros
  • Kosten €
  • EEG Einspeisung, Fernwärme (Verkauf), Umsatz (Produktivität)

Datenerfassung und Auswertung

  • Aufzeigen langfristiger Verbrauchstrends
  • Ermittlung technischer Fehlfunktionen
  • Erstellung monatlicher / jährlicher Energieberichte
  • Energiemengen und -kosten einzelnen Produkten zuordnen
  • Bilden von Energiekennzahlen

Voraussetzung für eine genaue Analyse

  • Stetige Aufzeichnung der Verbräuche
  • Zentrale Datenerfassung u. Auswertung
  • Den kompletten Jahresgang erfassen / Vergleiche über Jahre

Energiekennzahlen:

  • Anforderungen an Kennzahlen
  • Jahresverbräuche je Anlage / Prozess
  • Energieverbrauch je hergestellter Einheit
  • Wirksamkeit einer Optimierung analysieren
  • Verbrauchsspitzen über einen Monat / Jahr
  • Datenerfassung und Auswertung
  • Problematisch sind Benchmarks zu anderen Prozessabschnitten und Unternehmen
  • Prüfung des Maßnahmenerfolgs durch Messung

Einführung eines Energiemanagements

 

Bestandsaufnahme

  • Aufnahme aller verwendeten Energieträger
  • Aufnahme aller Energieflüsse im Unternehmen
  • Zusammenfassen der Anlagendaten
  • Analyse der letzten Verbrauchsabrechnungen = Messstellenkonzept?

Planung

Messstellenkonzept aufbauen:

  • um Verbräuche entsprechenden Anlagen und Prozessen zuzuordnen
  • um genaue Verbrauchsdaten jeder einzelnen Anlage zu erhalten
  • um mögliche Schwachstellen zu identifizieren
  • Top-Management muss die Funktionsfähigkeit des EMS sicherstellen u. dafür Sorge tragen, dass das System durch ständige Planung u.
  • Verbesserung aufrecht gehalten wird

Interne Kommunikation:

  • Formulierung eines wirksamen Prozesses, welcher eine hinreichende
  • Kommunikation über alle Organisationsebenen ermöglicht

Implementierung

  • Daten der Bestandsaufnahme Unternehmensbereichen zuzuordnen
  • Definition und Umsetzung einer Energiepolitik
  • Ressourcen für den Aufbau eines EMS bereitstellen
  • Mitarbeiter für das Thema Energie sensibilisieren
  • Energiedaten sammeln
  • Delegation der Befugnisse, sowie deren Bekanntgabe → Organigramm
  • Benennung des Energie-Beauftragten durch das Top-Management

Kontroll- und Korrekturmaßnahmen

  • Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Optimierungsbereiche im Energiemanagement

  • Beleuchtung
  • Druckluft
  • Energiedatenmanagement
  • KWK
  • Kältetechnik
  • Klima & Lüftung
  • Heizung
  • Prozesswärme
  • Pumpensysteme

 


 

Beleuchtung

  • Unnötige Leuchtkörper entfernen bzw. durch Energiespar- o.
  • Leuchtstofflampen ersetzen
  • Reinigung / Wartung
  • In Räumen helle Farben verwenden
  • Bewegungssensoren einsetzen
  • Einsatz von Abluftleuchten (=Prozesswärme)
  • Vorschaltgeräte, statt konventionelle verwenden

Druckluft

  • Drucklufteinsatz wo es geht vermeiden
  • Überdimensionierungen vermeiden
  • Aufteilung nach Druckluftbedarf (Grundlast-, Spitzenlastmaschinen)
  • Regelbare Kompressoren einsetzen
  • Abwärme nutzen
  • Regelmäßige Wartung /Druckluft vorbehandeln (Luft filtern u. trocknen)

Energiedatenmanagement

  • Energiedaten aufzeichnen, analysieren, auswerten → Potentiale ermitteln
  • Standby-Betrieb vermeiden
  • Serverpflege über Nacht oder auf Pausenzeiten verlegen
  • Beim Einkauf von Geräten auf Effizienzklassen achten (A++)
  • Extreme Kühlung der Serverräume unter 26°C vermeiden

KWK

  • Einsatz von wärmebetriebenen Kältemaschinen prüfen → kann anfallende überflüssige Wärme im Nachbarbetrieb genutzt werden?

Kältetechnik

  • Sensorgesteuerte Regeltechnik einsetzen
  • Keine Überdimensionierungen
  • Zeitsteuerung dem Prozess angepasst
  • Temperatursprünge möglichst vermeiden
  • Regelmäßige Wartung
  • Minimieren von Luftschleusen (Tore, Türen)

Klima und Lüftung

  • Lüftermotoren mit regelbarer Drehzahl einsetzen
  • Hohe Drehzahlen vermeiden
  • Lüfter mit bürstenlosen Motoren einsetzen
  • Regelmäßige Reinigung der Filter u. Rohrsysteme

Heizung

  • Abwärme nutzen
  • Kesselleistung entsprechend des Bedarfs wählen
  • Überdimensionierungen vermeiden
  • Häufige Startvorgänge vermeiden
  • Effiziente Heizungspumpen anwenden
  • Nur solche Räume heizen, bei denen es notwendig ist

Prozesswärme

  • Prozesswärme möglichst aus vielen Prozessen nutzen
  • Leerlaufzeiten von Prozessen vermindern
  • Wärmeverluste auf Transportweg minimieren
  • Anlaufprozesse verbessern (häufiges Aufheizen)
  • Einsatz von Wärmetauschern und Wärmepumpen

Pumpensysteme

  • Auf korrekte Dimensionierung achten
  • Saugstutzen optimieren
  • Angepasste Motordrehzahlen
  • Pumpendruck anpassen
  • Regelmäßige Wartung

Abhängigkeit des Energieverbrauchs:

  • Klimatischen Bedingungen
  • Gebäudehülle
  • Geplantes Raumklima
  • Technische Gebäudeausrüstung
  • Tätigkeiten und Prozesse
  • Nutzerverhalten
  • Betriebsbedingungen

Energieeinsparcontracting

  • Contractor

    • Dienstleister, welcher die Aufgaben innerhalb der vertraglich abgestimmten Leistungen über einen bestimmten Zeitraum übernimmt

    Contracting-Nehmer

    • Auftraggeber = Empfänger der Contracting-Leistung

    Varianten

    • Energieeinspar-Contracting
    • Anlagen-Contracting
    • Finanzierungs-Contracting
    • Betriebsführungs-Contracting

Rechtliche Rahmenbedingungen

  • Verträge zwischen Contractor und Contracting-Nehmer
  • Errichtung einer Anlage
  • Energielieferung
  • Grundbucheinträge
  • Bürgerliches Gesetzbuch
  • Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit
  • Fernwärme (AVBFernwärmeV)
  • ...

 

Beispiele

  • regenerative Wärmeerzeugung
  • regenerative Stromerzeugung
  • Wärme und Stromerzeugung
  • industrielle Bereitstellung von Druckluft
  • Straßen- und Innenbeleuchtung
  • Öffentliche Investitionen –PPP
  • Ampelanlagen – Contracting sowohl mit Einspargarantie als auch
  • Ratenfinanzierung
  • Abwärmenutzung
  • Wärmespeicherung

Führung

Erfahren Sie mehr über die Anforderungen und erforderlichen Umsetzung gemäß der Norm DIN ISO 50001:2018

Unterstützung

Erfahren Sie mehr über die Anforderungen und erforderlichen Umsetzung gemäß der Norm DIN ISO 50001:2018

Betrieb

Erfahren Sie mehr über die Anforderungen und erforderlichen Umsetzung gemäß der Norm DIN ISO 50001:2018

Bewertung der Leistung

Erfahren Sie mehr über die Anforderungen und erforderlichen Umsetzung gemäß der Norm DIN ISO 50001:2018

Verbesserung

Erfahren Sie mehr über die Anforderungen und erforderlichen Umsetzung gemäß der Norm DIN ISO 50001:2018

Pflichtdokumente ISO 50001:2018

  • 4.3 Anwendungsbereich des UMS
  • 5.2 Energiepolitik
  • 6.1.1 Risiken und Chancen
  • 6.1.1  Erforderliche Prozesse zur Bestimmung von Risiken und Chancen, Energieaspekten, bindenden Verpflichtungen, Planung von Maßnahmen
  • 6.1.2 Energieaspekte und Auswirkung sowie Bewertungskriterien
  • 6.1.3  Bindende Verpflichtungen
  • 6.2.1 Energieziele
  • 7.2 Nachweise zur Kompetenz
  • 7.4.1 Nachweise zur Kommunikation, soweit angemessen
  • 8.1  Dokumentierte Informationen zu Prozessen der betrieblichen Planung und Steuerung
  • 8.2  Auslegung
  • 9.1.1  Nachweise der Ergebnisse der Überwachung, Messung, Analyse und Bewertung
  • 9.1.2  Nachweise der Ergebnisse der Bewertung der Einhaltung der bindenden Verpflichtungen
  • 9.2.2 Nachweise der Verwirklichung des Auditprogramms und der Ergebnisse der Audits
  • 9.3 Nachweis der Ergebnisse der Managementbewertung
  • 10.1 Nachweis zu Nichtkonformitäten und Ergebnissen von Korrekturmaßnahmen

Anforderungen der ISO 50001:2018

Wichtigste Änderungen zum Versionsstand 2011 im Überblick:

  • Übernahme der von anderen Managementsystemnormen bekannten High Level Struktur (HLS)
  • Hervorhebung der Rolle der "Oberste Leitung"
    • Normativer Entfall des Managementbeauftragten
  • Etablierung eines Energiemanagementteams mit folgenden Aufgaben
    • Verantwortlichkeiten und Befugnisse sind entsprechend zuzuweisen
    • Ressourcenbereitsstellung
    • Aufrechterhaltung und Verbesserung des Managementsystems
    • Konformität zur Norm Norm >> Audits
      Maßnahmenplanung und -verfolgung zur fortlaufenden Verbesserung der energiebezogenen Leistung
    • Festlegen von Kriterien und Verfahren für die Funktion und Steuerung des EnMS
  • Verstärkte EInbindung des Energiemanagements in die Unternehmensstrategie
  • Begrifflichkeiten und deren Definitionen wurden aktualisiert
    • Energieleistungskennzahlen (EnPI)
    • Energetischen Ausgangsbasis (EnB)
  • Neuer Definitionen:
    • Energetische Bewertung: Untersuchung der Prozesse in Bezug auf den signifikanten Energieeinsatz (SEU)
    • Normalisierung der EnPI(s) Sind der Organisation Daten bekannt, aus denen abgeleitete werden kann, dass sich relevante Variablen erheblich auf die energetische Leistung auswirken, muss das Unternehmen eine Normalisierung der EnPI(s) und der entsprechenden energetischen EnB(s) - Die Änderung der energetischen Leistung ist dabei zu bewerten
  • Beachtung der Kontext- und Stakeholderforderungen mit entsprechender Auswirkung auf entstehende Chancen und Risiken
  • Planung von Aktivitäten zum Umgang mit Risiken und Chancen

Seminare & Webinare

Informationsplattform


Informationen

Informationsplattform

Ihr Zugang zur Wissendatenbank für Industrieunternehmen im Hinblick betrieblicher Managementsysteme, Qualitätsmethoden und OEM Kundenanforderungen

Seminare & Webinare

Individuell auf Ihre Anforderungen abgestimmt