Prüfmittelmanagement


Erfahren Sie mehr über die Notwendigkeit dieses Unternehmensprozesses

  • Prozessziel:
    • Ziel dieses Prozesses ist es eine korrekte Bereitstellung und Anwendung der Prüfmittel zur Qualitätssicherung zu gewährleisten
  • Verantwortung:
    • Leiter Qualitätssicherung
  • Ausführende Mitarbeiter:
    • Mitarbeiter der jeweiligen Bereiche
  • Mitwirkende:
    • Mitarbeiter der jeweiligen Bereiche
  • Information an:
    • Fertigung
    • Labor

Im folgenden Video erhalten Sie umfangreiche Informationen zum vorliegenden Themenkomplex

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Gesetzliche und behördliche Anforderungen

  • Einhaltung Stand der Technik, Beachtung von Normen und Standards

Kundenanforderungen

  • Individuelle Kundenanfordungen an spezifische Prüfmittel

Potentielle Risiken in Bezug des Qualitätsmanagements gemäß ISO 9001 und IATF 16949

  • Messungen mit nicht kalibrierten Messmitteln durchgeführt
  • Einsatz von nicht fähigen bzw defekten Messsystemen / Prüfmitteln
  • Nicht qualifizierte Mitarbeiter
Prozess- / Systemelement Funktion Potentielles Risiko Fehlerfolge Fehlerursache
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         

Potentielle Risiken in Bezug des Umweltmanagements gemäß ISO 14001

  • Messungen mit nicht kalibrierten Messmitteln durchgeführt
  • Einsatz von nicht fähigen bzw defekten Messsystemen / Prüfmitteln
  • Nicht qualifizierte Mitarbeiter
Prozess- / Systemelement Funktion Potentielles Risiko Fehlerfolge Fehlerursache
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         

Potentielle Risiken in Bezug des Energiemanagements gemäß ISO 50001

  • Messungen mit nicht kalibrierten Messmitteln durchgeführt
  • Einsatz von nicht fähigen bzw defekten Messsystemen / Prüfmitteln
  • Nicht qualifizierte Mitarbeiter
Prozess- / Systemelement Funktion Potentielles Risiko Fehlerfolge Fehlerursache
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         

Potentielle Risiken in Bezug des Arbeitssicherheitsmanagements gemäß ISO 45001

  • Nicht relevant
Prozess- / Systemelement Funktion Potentielles Risiko Fehlerfolge Fehlerursache
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         

Potentielle Risiken in Bezug des IT-Sicherheitsmanagements gemäß ISO 27001

  • Nicht relevant
Asset / Vermögenswerte / Datengruppe (Personendaten / Kundendaten / Betriebsgeheimnisse / Produktdaten / Infrastruktur) Gefährdungen (Vertraulichkeit / Integrität / Verfügbarkeit) Risikoart (Umwelt / Mensch / Cyberattacke / Strategie / Kunde / Finanziell / Technologie / …) Potentielle Risiken Schadenspotential
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         

Potentielle Risiken in Bezug des Labormanagements gemäß ISO/IEC 17025

  • Messungen mit nicht kalibrierten Messmitteln durchgeführt
  • Einsatz von nicht fähigen bzw defekten Messsystemen / Prüfmitteln
  • Nicht qualifizierte Mitarbeiter
Prozess- / Systemelement Funktion Potentielles Risiko Fehlerfolge Fehlerursache
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         

Potentielle Risiken in Bezug der Social Compliance Anforderungen

  • Nicht relevant
Prozess- / Systemelement Funktion Potentielles Risiko Fehlerfolge Fehlerursache
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         

Ist-Situation

  • Übernehmen Sie die aufgeführten potentiellen Risiken und definieren Sie nun, ob diese Risiken bei Ihnen im Unternehmen auftreten können bzw. eventuell bereits abgesichert sind
  • Definieren Sie die derzeitig etablierten Vermeidungs- und Entdeckungsmaßnahmen
  • Bewerten Sie die Risiken z. B. mit der FMEA-Methode

Planung

  • Definieren Sie einen Maßnahmenplan, um die derzeitigen Risiken abzumildern bzw. zu beseitigen („Chancen“)
  • Beachten Sie die Wirksamkeitsprüfung getroffener Maßnahmen
  • Die veränderte Situation stellt nun die neue Ist-Situation dar

Notwendige Umsetzungen im Qualitätsmanagement gemäß ISO 9001 und IATF 16949

  • Regelmäßige Kalibrierung der Mess- und Prüfmittel sicherstellen
  • Definition von Kalibrieranweisungen
  • Schutz vor Beschädigungen gewährleisten
  • Führen von Aufzeichnungen
  • Qualifikation der Mitarbeiter sicherstellen

Notwendige Umsetzungen im Umweltmanagement gemäß ISO 14001

  • Regelmäßige Kalibrierung der Mess- und Prüfmittel sicherstellen
  • Definition von Kalibrieranweisungen
  • Schutz vor Beschädigungen gewährleisten
  • Führen von Aufzeichnungen
  • Qualifikation der Mitarbeiter sicherstellen

Notwendige Umsetzungen im Energiemanagement gemäß ISO 50001

  • Regelmäßige Kalibrierung der Mess- und Prüfmittel sicherstellen
  • Definition von Kalibrieranweisungen
  • Schutz vor Beschädigungen gewährleisten
  • Führen von Aufzeichnungen
  • Qualifikation der Mitarbeiter sicherstellen

Notwendige Umsetzungen im Arbeitssicherheitsmanagement gemäß ISO 45001

  • Nicht relevant

Notwendige Umsetzungen im IT-Sicherheitsmanagement gemäß ISO 27001

  • Nicht relevant

Notwendige Umsetzungen im Labormanagement gemäß ISO/IEC 17025

  • Regelmäßige Kalibrierung der Mess- und Prüfmittel sicherstellen
  • Definition von Kalibrieranweisungen
  • Schutz vor Beschädigungen gewährleisten
  • Führen von Aufzeichnungen
  • Qualifikation der Mitarbeiter sicherstellen

Notwendige Umsetzungen im Hinblick der Social Compliance Anforderungen

  • Nicht relevant

Input Faktoren

  • Qualitätsanforderungen / Kundenanforderungen
  • Prüfmittel

Output Faktoren

  • Erfüllung der Qualitätsanforderungen
  • Prüfmittelliste
  • Kalibrierte und freigegebene Prüfmittel
  • Kennzeichnung an Prüfmitteln

Wechselwirkung mit:

  • Qualitätssicherung, Labor, Fertigung, Wareneingang, Endkontrolle

Ressourcen

  • Mess- bzw-. Prüfmittel
  • Ggf. externes Kalibrierlabor

Energiefluss

  • Nicht relevant

Prozessablauf

  1. Messung einer Spezifikation muss durgeführt werden
  2. Auswahl eines geeigneten Prüfmittels bzw. Messsystems
  3. Prüfmittel vorhanden /
    • Ja: weiter mit Punkt:5
    • Nein - weiter mit Punkt:6
  4. Anforderung:
    • Kalibrierung des Prüfmittels gemäß Vorgabe / Verfahren
    • Kalibriernachweis erstellen und gemäß Archivierungsvorgaben aufbewahren
    • Die Dokumentation dazu erfolgt in der Liste: Wartungsliste und Prüfmittelliste
    • Das Prüfmittel ist mit einem Prüfmitteletikett zu kennzeichnen gemäß definierten Kalibrierintervall
    • Das Prüfmittel ist gegen Verstellung oder Beschädigung zu schützen
    • Nur geschultes Personal darf die Messmittel kalibrieren
    • Der Umgang mit dem Prüfmittel ist zu unterweisen - Wirksamkeit zu überprüfen
  5. Durchführung der Messung mit geeignetem und für die Messung definierten Prüfmittel
  6. Auswahl eines geeigneten Prüfmittels gemäß Anwendungsbereich und Messanforderung
  7. Durchführung der Kalibrierung gemäß zuvor definierten Verfahrens (MSA) bzw. Vergabe an externes Prüflaboratorium
  8. Freigabe des Prüfmittels unter den gemäß Punkt 4 aufgelisteten Anforderungen
  9. Kontrolle der Anwendbarkeit

Prozesskennzahlen

  • Anzahl Prüfmittel / Anzahl Auffälligkeiten

Mitgeltende Dokumente - Notwendige Aufzeichnungen

  • Prüfmittelliste
  • Kalibriernachweise
  • Kalibrierverfahren

QM für Medizinprodukte gemäß ISO 13485

Arbeitssicherheitsmanagement gemäß ISO 45001

IT-Sicherheitsmanagement gemäß ISO 27001

Input

  • Qualitätsanforderungen / Kundenanforderungen
  • Prüfmittel

Womit?

  • Prüfmittel / Messmittel
  • Prüfarbeitsplatz
  • Mess- und Kalibrierverfahren

Mit Wem?

  • Qualifizierte Mitarbeiter
  • Qualitätssicherung

Kennzahlen

  • Anzahl Prüfmittel / Anzahl Auffälligkeiten

Dokumente

  • Prüfmittelliste
  • Kalibriernachweise
  • Kalibrierverfahren

Risiken

  • Messungen mit nicht kalibrierten Messmitteln
  • Einsatz von nicht fähigen bzw. defekten Messsystemen / Prüfmitteln

Output

  • Erfüllung der Qualitätsanforderungen
  • Prüfmittelliste
  • Kalibrierte und freigegebene Prüfmittel
  • Kennzeichnung an Prüfmitteln

Prozessoptimierung

  • Klare Zuordnung der Prüfmittel zu Prüfarbeitsplätzen

Prüfmittelmanagement

 

Auflösung eines Messsystemes

VDA 5:

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MSA:

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Geschichtlicher Hintergrund der Messtechnik

Jahr / Meßeinheit

  • ca. 7000 v. Chr Elle (Länge Ellenbogen – Mittelfingerspitze)
  • Fuß (Länge Ferse – große Zehe)
  • ca. 1100 Yard (Länge Nasenspitze – Spitze Daumen des Königs Heinrich I.)
  • ca. 1305 Zoll / Inch (Länge von drei getrockneten Gerstenkörnern hintereinander)
  • ca. 1790 Frankreich Meter

Prüfmittelmanagement

Ziel:

  • Alle eingesetzten Prüfmittel müssen den definierten Anforderungen entsprechen
  • Alle eingesetzten Prüfmittel müssen verfügbar sein und aussagekräftige und plausible Messergebnisse liefern
  • Auskunft über freigegebene bzw. gesperrte Prüfmittel
  • Nachweisbarkeit der Konformität der Messungen
  • Übersicht über alle vorhandenen Prüfmittel
  • Qualitätssicherung
  • Eindeutige Kennzeichnung der Prüfmittel (Nr. des Prüfmittels / Kalibrierdatum)
  • Definition eines konformen Prüfprozesses
  • Wartung der Prüfmittel
  • Handhabung der Prüfmittel im Prüfprozess
  • Rückführbarkeit auf internationale und nationale Normale
  • Definierter Einsatzort und Zweck
  • Beschaffungsdatum / Kalibrierdatum / Kalibrierintervall

Auswahl eines geeigneten Prüfmittels gemäß DIN 32937

  • Die Konformität des Produktes muss mit einem Prüfmittel nachgewiesen werden können
  • Berücksichtigung der Zielmessunsicherheit

Auswahlkriterien:

  • Messverfahren
    • Elektronisch, händisch, ...
  • Empfindlichkeit auf Umwelteinflüsse
    • Robustheit
  • Linearität
    • Abweichung über den Messwertbereich
  • Kalibrierung
    • Verfahren zum Abgleich gegen ein Normal
  • Messabweichung
    • Abweichung zum Sollwert
  • Messgröße
    • Millimeter, Zentimeter, Grad, ...
  • Auflösung
    • Bis auf welche Einheit (nach dem Komma) kann ein Messwert abgelesen werden
  • Wiederholpräzision (EV)
    • Definiert wie präzise ein ermittelter Messwert in einer Messreihe wiederholt wird
  • Vergleichspräzision (AV)
    • Bezieht sich auf die Variationen einer Rahmenbedingung, wie Bediener, Prüfort oder eingesetztes Prüfmitte
  • Genauigkeit
    • Abweichung zwischen dem Mittelwert einer Messwertereihe bei wiederholtem Messen des gleichen Merkmals
  • Stabilität
    • Das zeitliche Verhalten eines Prüfmittels

Aufgaben der Messtechnik

  • Erfassung
  • Objektivität
  • Reproduzierbarkeit
  • Quantitativ

Messunsicherheit U

  • Messunsicherheit U <= Zielmess-Unsicherheit UT

Messunsicherheiten können entstehen durch:

  • den Prüfling selbst (z.B. Verschmutzung, Formabweichungen, Oberflächenbeschaffenheit, Beschädigungen)
  • den Bediener / Prüfer (z.B. Ablesefehler, Bedienfehler, Beurteilungsfehler, mangelnde Qualifikation)
  • das Prüfmittel (z.B. Fehler an den Prüfnormalen, Linearitätsabweichungen, falsche Auflösung, falsche Messkraft, Verschmutzung)
  • die Prüfverfahren (z.B. Positionierfehler des Prüflings, Komparatorprinzip, ungeeignete Tastelemente, Soft- und Hardwarefehler)
  • die Umgebungsbedingungen (z.B. Temperaturschwankungen, Schwingungen, Feuchtigkeit, Luftdruck, elektrische Störungen)

Messungen / Prüfungen

  • Erwartung an richtige, verlässliche und nachvollziehbare Messergebnisse
  • Wiederholbarkeit der Messung sicherstellen
  • Bestimmt der Definition „RICHTIG“
  • Welche Einflüsse gibt es im Messprozess?
    • Prüfer
    • Temperatur
    • Erschütterungen
    • Luftfeuchte
    • i. O. ODER n. i. O. ???

Unterscheidungen

  • Messen
    • Vergleich der Messgröße zur Sollgröße (Messwert)
  • Prüfen
    • Abgleich – Soll <-> IST
  • Lehren
    • Die Feststellung, ob die Maße des Bauteils die definierten Toleranzgrenzen über bzw. unterschreitet

Unterscheidung von Prüfmitteln

  • Hilfsmittel
    • z. B. Messplatten, Messzeughalter, Spannzeuge
  • Lehren
    • z. B. Grenzlehren, Formlehren, Winkellehren, Gewindelehren, Radienlehren, Fühlerlehren
  • Messgerät
    • z. B. Höhenmessgeräte, 3D-Koordinatenmessgeräte, Formtester, Rauheitsmessgeräte
  • Handmessgerät
    • z. B. Messschieber, Messschrauben, Innenmessgeräte, Messuhren
  • Maßverkörperung
    • z. B. Parallelendmaße, Winkelendmaße, Strichmaßstäbe, Glasmaßstäbe

ISO 9001 & IATF 16949 Forderung

  • Produkte müssen den festgelegten Qualitätsanforderungen entsprechen
  • Prüfmittel sind zu überwachen, zu kalibrieren und instandzuhalten
  • Die Anwendung der Messgeräte muss klar sein
  • Eventuell vorhandene Messunsicherheiten müssen bewertet und auf Konformität zu entsprechenden Forderungen hin überprüft werden
  • Kundenanforderungen
  • MSA >> 3 Verfahren

VDA / AIAG

  • VDA 5 Prüfprozesseignung
  • MSA Messsystemanalyse

Diskrete / Stetige Merkmale

Diskrete Merkmale:

  • Endlich viele bzw. abzählbare unendlich viele
  • Merkmalsausprägungen
    • Z. B. Anzahl Fahrzeuge auf einem Parkplatz

Stetige Merkmale:

  • Beliebige reelle Werte innerhalb eines definierten Zahlenintervalls
    • Z. B. Volumen, Länge, Gewicht

Prüfmittelverwaltung

  • Folgende Aspekte sollte Ihre Prüfmittelverwaltung umfassen:
    • Inventarnummer des Prüfmittels
    • Erste Inbetriebnahme
    • Intervall der Kalibrierung
    • Datum der letzten Kalibrierung
    • Status (freigegeben / gesperrt / Nacharbeit)
    • Zuordnung zu einem Messarbeitsplatz
    • Hersteller
    • Wo kann das Prüfmittel kalibriert werden

Seminare & Webinare

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Unter der Rubrik FAQ klären wir häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit dieser Plattform

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