Umweltmanagement
Gründe für ein Umweltmanagementsystem
Image-Gewinn → Präsenz in den Medien
Kostenreduzierung durch geringeren Ressourcenverbrauch
Verringerung der Umweltbelastungen (Luft, Wasser, Boden)
Kennen der rechtlichen Pflichten und Auflagen → Rechtssicherheit u. geringeres Haftungsrisiko
Vorteile bei Krediten u. Versicherungen
Verringerung der Störanfälligkeiten der Anlagen durch gezielte Wartungen
Erfüllung von Forderungen der Öffentlichkeit, von Organisationen u. Verbänden
Ohne Umweltmanagement
>> KEIN AUFTRAG <<
Umweltschutz basiert auf:
Vorsorgeprinzip
Umweltbelastungen vor dem Entstehen zu verhindern
Verursacherprinzip
Der Verursacher muss für den Schaden haften
Kooperationsprinzip
Lösungen durch Zusammenarbeit betroffener Gruppen finden
Rechtlicher Rahmen des Umweltmanagements
Grundsätze der Rechtsgestaltung in Deutschland
UmweltrechtEU-Verordnungen <--> EU-Richtlinien
Öffentliches Umweltrecht
Chemikaliengesetz (ChemG)
REACH (Registrierung, Bewertung u. Zulassung von Chemikalien)
Gefahrstoffverordnung (GefstoffV), (seit ende 2010 GHS)
Kreislaufwirtschafts- u. Abfallgesetz (KrW-/AbfG)
Wasserhaushaltsgesetz (WHG, neu seit 2010)
Bundesimmissionsschutzgesetz (BImschG)
Bundesbodenschutzgesetz (BbodSchG)
Atomgesetz (AtomG)
Gentechnikgesetz (GenTechG)
Biostoffverordnung (BioStoffV)
Energieeinspargesetz (ENEG)
Umweltschadensgesetz
Privates Umweltrecht
Rechtsprechung nach Zivilgericht
Beteiligt: Bürger ↔ Bürger
Ziel: Ausgleich d. Interessen
Beispiel:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)/ § 823 Schadensersatzpflicht, § 906
Zuführung unwägbarer Stoffe
Umweltstrafrecht
Beteiligt: Staat ↔ Bürger
Rechtsprechung: Strafgericht
Ziel: Strafverfolgung
Strafgesetzbuch (StGB)
Beispiel: § 324 Gewässerverunreinigungen
Organisation des betrieblichen Umweltmanagements
Verantwortungen im Betrieb
Unternehmer
Leitende Angestellte / Vorgesetzte
Alle Mitarbeiter
Einführung eines Umweltmanagements
Bestandsaufnahme
Aufnahme aller verwendeten Umweltaspekte
Aufnahme aller „Stoff- u. Energieflüsse“ im Unternehmen
Zusammenfassen der Anlagendaten
Analyse der letzten Verbrauchsabrechnungen
Vorhandene Daten?
Umweltpolitik
Oberste Leitung :
Definiert die Umweltpolitik
Verpflichtet sich zur kontinuierlichen Verbesserung
Verpflichtet sich alle relevanten Gesetze einzuhalten
Macht die U-Politik allen Mitarbeitern bekannt
Macht U-Politik der Öffentlichkeit zugänglich
Planung
Umweltkonzept aufbauen:
Stoff- u. Energieflüsse zuordnen
Umweltaspekte definieren
um Verbräuche / Mengen entsprechenden Anlagen und Prozessen zuzuordnen
um genaue Verbrauchs- u. Mengendaten jeder einzelnen Anlage /
Prozesse zu erhalten
um mögliche Schwachstellen zu identifizieren
Implementierung
Daten der Bestandsaufnahme Unternehmensbereichen zuordnen
Ressourcen für den Aufbau eines UMS bereitstellen
Mitarbeiter für das Thema Umwelt sensibilisieren
Umweltdaten sammeln
Umweltkennzahlen
Umweltleistungskennzahlen
Stoff und Energiekennzahlen
Infrastruktur- u. Verkehrskennzahlen
Umweltmanagementkennzahlen
System- und Bereichs-bewertende Kennzahlen
Umweltzustandskennzahlen
Kennzahlen zum Zustand von Wasser, Luft, Boden, Flora, Fauna → Wird durch externe Stellen erhoben
Stoff- und Energiekennzahlen (Input ↔ Output)
Material, Wasser, Energie, Produkte, Abfall, Abwasser, Emissionen
Infrastruktur- und Verkehrskennzahlen
Anzahl Maschinen, Anlagen, Produktkilometer, Entsorgungsweg
System-bewertende Kennzahlen
Beschwerden, Umweltkosten, Systemumsetzung
Bereichs-bewertende Kennzahlen
Beschaffung, interne / externe Kommunikation, Schulungen, Personal, Sicherheit
ABC-Analyse
Qualitative Bewertung der ökologischen, gesellschaftlichen u. rechtlichen Kriterien
A-Einstufung: großes ökologisches Problem u. sofortiger Handlungsbedarf
B-Einstufung: ökologisches Problem u. mittlerer Handlungsbedarf
C-Einstufung: Keine ökologischen Probleme u. kein Handlungsbedarf
1 Einhaltung rechtlicher u. politischer Rahmenbedingungen:
A1 = Gesetzliche Anforderungen werden nicht eingehalten
B1 = Gesetzgeber plant Verschärfung
C1 = Gesetzliche Anforderungen werden eingehalten u. es werden keine Verschärfungen geplant
2 Gesellschaftliche Anforderungen:
A2 = Produkt steht unter ständiger Kritik
B2 = Gesellschaft fordert strengere Regelungen
C2 = keine Kritik
3 Gefährdungs- u. Störfallpotential:
A3 = hohes Gefährdungs- u. Störfallpotential
B3 = mittleres Gefährdungs- u. Störfallpotential
C3 = kein Gefährdungs- u. Störfallpotential
4 Umweltkosten u. Produktivitätsverluste:
A4 = hohe Umweltkosten u. Produktivitäts-verluste
B4 = mittlere Umweltkosten u. Produktivitäts-verluste
C4 = keine Umweltkosten u. Produktivitäts-verluste
5 Beeinträchtigung d. Umwelt:
A5 = hohe Beeinträchtigung d. Umwelt
B5 = mittlere Beeinträchtigung d. Umwelt
C5 = keine Beeinträchtigung d. Umwelt
6 Verbrauch nichtregenerativer Energien:
A6 = hoher Verbrauch an nichtregenerativer Energien
B6 = mittlerer Verbrauch an nichtregenerativer Energien
C6 = Einsatz von regenerativer Energien
ABC und XYZ Analyse (Quantifizierung)
X: dauerhafte Umwelteinwirkung / hoher Mengenverbrauch
(Mengenanteil am Gesamtprodukt: 10-100%)
Y: kurzfristige Umwelteinwirkung / kurzfristiger Mengenverbrauch
(Mengenanteil am Gesamtprodukt: 1-10%)
Z: keine Umwelteinwirkung / kein Mengenverbrauch
(Mengenanteil am Gesamtprodukt: <1 %)
Hauptfokus: RISIKOMANAGEMENT
Produktlebenszyklus mit Vor- und Nachgelagerten Prozessen (Transport, Lagerung)
Überwachungsverantwortung der Geschäftsführung
KundeRisikobasiertes Denken:
Abschnitt 4 „Kontext der Organisation“
Die Organisation muss die Risiken festlegen, welche einen Einfluss auf ihre QM-Planungen haben könnten
Abschnitt 5 „Führung“
Die oberste Leitung muss sicherstellen, dass die Forderungen aus Abschnitt 4 umgesetzt werden
Abschnitt 6 „Planung für das Produkt“
Risiken müssen erkannt und Chancen ergriffen werden Abschnitt 8 „Betrieb “
Die Organisation wird aufgefordert Prozesse zu implementieren, die „Betriebs-“ Risiken zu berücksichtigt
Abschnitt 9 „Bewertung der Leistung“
Risiken und Chance müssen beobachtet, gemessen, analysiert und bewertet werden
Abschnitt 10 „Verbesserung“
Die Organisation muss auf Risiken und Chancen mit fortlaufender „Verbesserung” reagieren.
Umweltrecht
Umwelthaftungsgesetz (UmweltHG)
Gesetz über die Vermeidung und Sanierung von Umweltschäden (Umweltschadensgesetz - USchadG)
Bundesimmissionsschutzgesetz (BimSchG)
Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)
Gefahrstoffrecht / Chemikaliengesetz
GHS = Global Harmonised System
Umwelthaftungsgesetz
§ 1 Anlagenhaftung bei Umwelteinwirkungen
o Wird durch eine Umwelteinwirkung, die von einer im Anhang 1 genannten Anlage ausgeht, jemand getötet, sein Körper oder seine Gesundheit verletzt der eine Sache beschädigt, so ist der Inhaber der Anlage verpflichtet, dem Geschädigten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. • § 2 Haftung für nichtbetriebene Anlagen
(1) Geht die Umwelteinwirkung von einer noch nicht fertiggestellten Anlage aus und beruht sie auf Umständen, die die Gefährlichkeit der Anlage nach ih- rer Fertigstellung begründen, so haftet der Inhaber der noch nicht fertigge- stellten Anlage nach § 1.
(2) Geht die Umwelteinwirkung von einer nicht mehr betriebenen Anlage aus und beruht sie auf Umständen, die die Gefährlichkeit der Anlage vor der Ein- stellung des Betriebs begründet haben, so haftet derjenige nach § 1, der im Zeitpunkt der Einstellung des Betriebs Inhaber der Anlage war.
§ 3 Anwendungsbereich
(1) Dieses Gesetz gilt für
1. Umweltschäden und unmittelbare Gefahren solcher Schäden, die durch eine der in Anlage 1 aufgeführten beruflichen Tätigkeiten verursacht werden; o 2. Schädigungen von Arten und natürlichen Lebensräumen im Sinn des § 19
Absatz 2 und 3 des Bundesnaturschutzgesetzes und unmittelbare Gefahren solcher Schäden, die durch andere berufliche Tätigkeiten als die in Anlage 1 aufgeführten verursacht werden, sofern der Verantwortliche vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hat
Special-Topics
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