Qualitätsmethode - Qualitätsvorausplanung


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Webinar / Seminar
Qualitätsvorausplanung

Einführung in die Qualitätsvorausplanung

Anforderungen der Regelwerke IATF 16949:2016, QS 9000

Phasen der Produktentstehung

Bedeutung von Qualitätsvorausplanungsaktivitäten 

Qualitätswerkzeuge der einzelnen Phasen

Dokumente in der Qualitätsvorausplanung 

    (Checklisten, Statusbericht, ...)

Praxisorientierte Beispiele

 

Kontakt

Qualitätsplanung umfasst ...

Planung..

  • des Produktes
  • Der Führungs- und Ausführungstätigkeiten
  • Erstellen von QM-Plänen
  • Vorsehen von Qualitätsverbesserungen
  • >>> Je früher ein Fehler entdeckt wird, desto günstiger sind die 
  • Kosten zur Fehlerbehebung.
  • >>> Zehnerregel gemäß VDA 6.1 über das 5 Phasenmodell
    • Fehler von 0,10 € >>> 1000,00 €

Qualitätsvorausplanung gemäß APQP

APQP

  • gemäß IATF 16949 im Verantwortungsbereich jeder Organisation
  • Produkthersteller mit risikobehafteten Teilen bzw. Besonderen Merkmalen haben bei Kundenaufforderungen über den jeweiligen Status zu berichten

Vorteile von APQP

  • Strukturierte Vorgehenseweise im Projekt
  • Effizintere Ressourceneinteilung sowohl auf Kunden als auch auf Lieferantenseite
  • Klare Vorgaben für alle Beteiligten - Kundenzufriedenheit
  • Frühzeitige Erkennung möglicher Änderungen und Risiken
  • Kontrollelemente im Projekt / vorgegebene Kommunikation
  • Entlastung im Thema der Produkthaftung
    • >> dadurch frühzeitiges Eingreifen bzw. einleiten von Änderungen möglich
    • >> Reduzierung der Qualitätskosten

Elemente der Qualitätsvorausplanung gemäß APQP

  • Sourcing-Entscheidung
  • Kundeneingangsanforderungen
  • Handwerkskunst
  • Design-FMEA
  • Design / Fertigung Meinung (en)
  • Design Verification-Plan & Report
  • Subunternehmer APQP Status
  • Einrichtungen, Werkzeuge und Messgeräte
  • Prototypenbau Kontrollplan
  • Prototypenbau (e)
  • Zeichnungen und Spezifikationen
  • Team-Machbarkeits Engagement
  • Produktionsprozessflussdiagramm
  • Prozess-FMEA
  • Messsysteme Bewertung
  • Pre-Launch Control Plan
  • Operator Prozessvorgaben
  • Packspezifikationen
  • Produktionsprobelauf
  • Produktionslenkungsplan
  • Vorläufige Prozessfähigkeitsuntersuchung
  • Produktion Validation Testing
  • Part Submission Warrant (PSW)

Phasen der Qualitätsvorausplanung

  • Konzeptphase
  • Programmfreigabe
  • Prototypenphase
  • Pilotphase
  • Serienstart
  • Serie (eventuelle Rückrufe)
  • Verschrottung

>> Die jeweils vorgelagerte Phase unterstützt die jeweils nachgelagerte

APQP Zeitplan

  • Planung des Konzeptes / Programm
  • Produkt-Design & Entwicklung
  • Prozess-Design & Entwicklung
  • Produktvalidierung / Prozessvalidierung
  • Rückkopplung, Beurteilung der Ergebnisse, eventuelle Korrekturmaßnahmen

APQP Methoden

Kontrollpläne:

  • Zur Absicherung des Projektes
  • Zur Risikominimierung
  • Zur Sicherstellung er Verantwortlichkeiten
  • Zur Ressorcenplanung
  • Zur eventuellen Korrektur

Q-Planung / APQP / RGA - Risikoeinstufungen GYR-Status

  • Dient als Checkliste des Risikos
    • >> GYR zeigt den Fortschritt des Projektes in der jeweiligen Phase in Bezug des APQP- / RGA-Elements an
  • Kriterien z.B.:
    • Termintreue
    • Logistik
    • Freigaben
    • Finanzierung
    • Qualitätsziele

Status ROT

  • erhebliche Risiko vorhanden (Produktionsstart)
  • Einleitung von Korrekturmaßnahmen notwendig
  • Verantwortlichkeiten klären
  • Das Top-Management ist gefordert

Status GELB

  • Risiko wurde erkannt
  • Maßnahmen sind noch offen, jedoch ist im Rahmen des Zeitplanes eine Abarbeitung notwendig und möglich

Status GRÜN

  • Geringes Risiko
  • Terminerfüllung nicht in Gefahr
  • Element / Phase gilt als erfüllt

Berichterstattung

  • Kunde gibt Vorgabe über welche Teile der Lieferant zu berichten hat
  • Einstufungen mit Gelb und Rot sind dem Kunden zu berichten, sowie ein entsprechender Maßnahmenplan vorzulegen

Methode der Reifegradabsicherung gemäß VDA

Anwendung bei:

  • Neu- und Änderungsprojekten

Vorteile:

  • Frühzeitige Einbindung der gesamten Lieferkette in den 
  • Produktentstehungsprozess
  • Bietet Eskalationsmöglichkeiten
  • Dient einer kontinuierlichen Risikobeurteilung
  • Frühzeitiges identifizieren von Abweichungen
  • Dient zur Anlauf- & Anlieferqualität = Hohe Feldqualität
  • Definierte Messkriterien

Vereinbarungen innerhalb der Lieferkette 

  • Definition der Risikoklassifizierung
  • Definition der Milestones (Termine / Umfang)
  • Definition der Verantwortlichkeiten (Reifegradverantwortlicher) 
  • Kunde / Lieferant
  • Zielkonformität
  • Berichterstattung / Kommunikationsmedium
  • Eskalationsmanagement

Risikoklassifizierung (Priorisierung)

A Hohes Reifegradrisiko

  • Bewertung am Runden Tisch mit allen beteiligten Fachbereichen und Lieferant (problemorientiert beim Kunden oder Lieferanten)

B Mittleres Reifegradrisiko

  • Selbstbewertung durch Lieferant, Lieferant stellt seine Bewertungsergebnisse und Maßnahmen dem Kunden vor, aktive 
  • Bestätigung durch Kunden (problemorientiert beim Kunden oder Lieferanten)

C Geringes Reifegradrisiko

  • Selbstbewertung durch Lieferant, Informationsbereitstellung über EDV, bei zu erwartender Zielverfehlung, Dialog mit dem Kunden

Informationsfluss in Abhängigkeit der Risikoklassifizierung (Priorisierung)

A-risikoklassifizierte (priorisierte) Bauteile:

  • Bewertung ist vom Durchführenden und Ergebnisempfänger anzugeben

B-risikoklassifizierte (priorisierte) Bauteile:

  • Selbstbewertungen durch den Lieferanten
  • Lieferant stellt seine Bewertungsergebnisse und Maßnahmen dem Kunden vor

C-risikoklassifizierte (priorisierte) Bauteile:

  • Die Informationsbereitstellung erfolgt über EDV

Inhalte der Reifegrade

  • Reifegrade (RG0 bis RG7)
  • RG0 (Konzeptphase) bis RG7 nach SOP ab (ca. 6 Monate).
  • Messkriterien je Milestones

Regeln der Bewertung

  • Jedem Reifegrad sind mehrere Messkriterien zugeordnet. Diese werden beim Projektstart durch das bereichsübergreifende Projektteam (zwischen Kunden und Lieferant) festgelegt.
  • Jedes Messkriterium muss mit JA oder NEIN bewertet werden
    • Nein = Definition von Folgemaßnahmen
    • Abarbeitung bis zum nächsten Reifegrad
  • Jedes Messkriterium wird mit einer Ampelfarbe bewertet (Bewertung des Ergebnisempfängers ist ausschlaggebend)
    • Das Messkriterium wird mit Nein beantwortet und mindestens ein Projektziel ist nicht erreichbar und Maßnahme beinhaltet eine Zielanpassung
    • Das Messkriterium ist mit Nein beantwortet und eine Maßnahme ist erforderlich und vereinbart und alle Projektziele werden mit den festgelegten Maßnahmen erreicht
    • Das Messkriterium wird mit Ja beantwortet und keine zusätzlichen Aktivitäten sind notwendig
  • Jeder Reifegrad hat eine Gesamtbewertung
    • Die Gesamtbewertung entspricht der schlechtesten der Messkriterien im jeweiligen Reifegrad
    • Ist ein Termin überschritten oder fehlt eine Bewertung zum definierten Termin, so ist die Gesamtbewertung = rot Eskalationsverfahren
    • Abarbeitung der Maßnahmen bis der gesamte Reifegrad = grün
  • Bei Änderung des Projektziels, ist ggf. ein vorhergehender Reifegrad zu wiederholen
  • Die Bewertung erfolgt über die komplette Lieferkette hinweg
  • Jedem Reifegrad sind mehrere Messkriterien zugeordnet. Diese werden beim Projektstart durch das bereichsübergreifende Projektteam (zwischen Kunden und Lieferant) festgelegt.
  • Jedes Messkriterium muss mit JA oder NEIN bewertet werden
    • Nein = Definition von Folgemaßnahmen
    • Abarbeitung bis zum nächsten Reifegrad
  • Jedes Messkriterium wird mit einer Ampelfarbe bewertet (Bewertung des Ergebnisempfängers ist ausschlaggebend)
    • Das Messkriterium wird mit Nein beantwortet und mindestens ein Projektziel ist nicht erreichbar und Maßnahme beinhaltet eine Zielanpassung
    • Das Messkriterium ist mit Nein beantwortet und eine Maßnahme ist erforderlich und vereinbart und alle Projektziele werden mit den festgelegten Maßnahmen erreicht
    • Das Messkriterium wird mit Ja beantwortet und keine zusätzlichen Aktivitäten sind notwendig
  • Jeder Reifegrad hat eine Gesamtbewertung
    • Die Gesamtbewertung entspricht der schlechtesten der Messkriterien im jeweiligen Reifegrad
    • Ist ein Termin überschritten oder fehlt eine Bewertung zum definierten Termin, so ist die Gesamtbewertung = rot Eskalationsverfahren
    • Abarbeitung der Maßnahmen bis der gesamte Reifegrad = grün
  • Bei Änderung des Projektziels, ist ggf. ein vorhergehender Reifegrad zu wiederholen
  • Die Bewertung erfolgt über die komplette Lieferkette hinweg

Umsetzung und Maßnahmenplanung (Abhängig von der Risikoeinstufung)

  • Einzelbewertung der Messkriterien
    • Nachweisführung
    • Maßnahmendefinition
    • Verantwortlichkeiten
    • Termine
    • Maßnahme
    • Nachweise - Wirksamkeitsprüfung
  • Statusbericht nach jedem Reifegrad
    • Unterschrift (Kunde & Lieferant)
  • Eskalationsmanagement ist am Anfang des Projektes festzulegen
    • Verantwortlichkeiten definieren