Kernprozess - Qualitätsvorausplanung


...

Weitere Managementthemen in diesem Kontext:

 

 

Erfahren Sie mehr über diesen Unternehmensprozess:

Prozessinformationen:

  • Prozessziel:
    • Ziel ist es einen strukurierten und mit dem Kunden abgestimmten Entwicklungsprozess mit definierten Milestones und vereinbarten Entwicklungsergebnissen sicherzustellen
  • Verantwortung:
    • Leitung der Einwicklung
  • Ausführende Mitarbeiter:
    • Mitarbeiter Entwicklung 
  • Mitwirkende:
    • Mitarbeiter der Bereiche
  • Information an:
    • Kunde

Verbindliche Anforderungen (gesetzliche- & behördliche Anforderungen / Kundenanforderungen)

  • Jeweils geltende gesetzliche und behördliche Vorgaben der relevanten Märkte und Länder
  • Jeweils geltende Kundenanforderungen wie VW Formel Q, Daimler SQMS, ...

Prozessrisiken (Risiken und Chancen) - Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement:

  • Missachtung der Entwicklungsvorgaben
  • Kein definierter Entwicklungsprozess
  • Missachtung von Stand der Technik und sonstiger verbindlicher Anforderungen (Kundenanforderungen)
  • Keine oder unzureichende Herstellbarkeitsbewertung durchgeführt
  • Terminüberschreitungen im Projekt
  • Missachtung der allgemeinen Kundenanforderungen
  • Lastenheft nicht in allen notwendigen Fachabteilungen geprüft
  • Keine Nachweis-Dokumentation über durchgeführte Prüftätigkeiten
  • Unzureichendes Risikomanagement (FMEA)
  • Bei Built-to-Print Fertigung auf die Zeichnung des Kunden verlassen
  • Nicht qualifizierte Mitarbeiter
  • Keine geeignete Infrastruktur für die Abwicklung des geplanten Projekts
  • Nicht genügend freie Ressourcen zur Bearbeitung des Projekts

Umweltmanagement:

  • Nichtbeachtung der geltenden Umweltstandards
  • Keine Lebenswegbetrachtung des Produktes durchgeführt
  • Nichtbeachtung der geltenden rechtlichen Anforderumngen (gesetzlich und behördlich)
  • Nicht qualifizierte Mitarbeiter
  • Verringerung des Einsatzes umweltgefährdender Stoffe

Energiemanagement:

  • Keine Planung der einzusetzenden Maschinen - Effizienter Ressourceneinsatz ist nicht gewährleistet
  • Keine Anlagenbezogene Kennzahlen definieren

Arbeitssicherheitsmanagement:

  • Im Rahmen der Prozessplanung wurde die Arbeitssicherheit nicht beachtet

IT-Sicherheitsmanagement:

  • Missachtung des Prototypen-Status des Projekts
  • Keine Mandantentrennung
  • Unzureichende Absicherung der Kostruktionsdaten
  • Nicht qualifizierte Mitarbeiter
  • Keine geeignete und abgesicherte Infrastruktur

Laboratorien:

  • Nicht qualifiziertes Personal
  • Fehler im eingesetzten Laborverfahren

Social Compliance:

  • Missachtung der Social-Compliance bei Einsatz eines konkreten Lieferanten
  • Die Social Compliance wurden nicht im Rahmen der Lieferkette weitergereicht

IST-Situation:

  • Übernehmen Sie die aufgeführten potentiellen Risiken und definieren Sie nun, ob diese Risiken bei Ihnen im Unternehmen auftreten können bzw. eventuell bereits abgesichert sind
  • Definieren Sie die derzeitig etablierten Vermeidungs- und Entdeckungsmaßnahmen
  • Bewerten Sie die Risiken z. B. mit der FMEA-Methode

Planung:

  • Definieren Sie einen Maßnahmenplan, um die derzeitigen Risiken abzumildern bzw. zu beseitigen („Chancen“)
  • Beachten Sie die Wirksamkeitsprüfung getroffener Maßnahmen
  • Die veränderte Situation stellt nun die neue Ist-Situation dar

Notwendige Umsetzung

Qualitätsmanagement:

  • Prüfung des möglichen Einsatzes agiler Methoden im Rahmen der Qualitätsvorausplanung
  • Definition eines Produktentstehungsprozesses gemäß APAP bei amerikanischen Kunden bzw. gemäß Reifegradabsicherung Neuteile VDA bei deutschen / europäischen OEMs
  • Definition der Milestones und Termine für das Projekt
  • Ressourcenplanung
  • Beachtung der Produktsicherheit gemäß der IATF 16949
  • Weitergabe der Kundenanforderungen entlang der Lieferkette
  • Definition der Verantwortlichkeiten und Aufgaben im Projekt
  • Qualifizierung der Mitarbeiter
  • Erstellung einer Checkliste für die Herstellbarkeitsbewertung
  • Prüfung, welche gesetzlichen und behördlichen Vorgaben im Projekt und für das Produkt relevant sind
  • Definition der besonderen Merkmale in Bezug des Projektes
  • Erstellung einer Risikobeurteilung über das angefragte Projekt

Umweltmanagement:

  • Lebenswegbetrachtung des Prouktes durchführen (Vom Rohstoff bis zur späteren Entsorgung)
  • Prüfung ob weniger umweltgefährdende Stoffe eingesetzt werden können

Energiemanagement:

  • Betrachtung des Energieeinsatzes für die Produktion des Produktes
  • Effiziente Anlagensteuerung im Rahmen der Prozessplanung sicherstellen

Arbeitssicherheitsmanagement:

  • Beachtung der Arbeitssicherheitsvorgaben im Rahmen der Prozessplanung
  • Definition von Gefährdungsbeurteilungen am Arbeitsplatz für den späteren Produktionsprozess
  • Qualifikation der Mitarbeiter

IT-Sicherheitsmanagement:

  • Schulung der Mitarbeiter
  • Bei Prototypen ist die besondere Handhabung, sowie die Geheimhaltung über die Produkt- und Prozessumfänge sicherzustellen
  • Mandatentrennung sicherstellen
  • Definition geeigneter Projektrichtlinien in Bezug der IT-Sicherheit
  • Zugriff auf für den Personenkreis relevante Dokumente sicherstellen
  • Geheimhaltungsstufen definieren
  • Nur relevante Mitarbeiter dürfen Zugang zu Projektinformationen haben - intern, wie extern

Laboratorien:

  • Entwicklung geeigner Laborverfahren für bestimmte Qualitätssicherungsmaßnahmen
  • Planung des Messkonzeptes
  • Sicherstellung von Stand der Technik und Stand der Wissenschaft

Social Compliance:

  • Beachtung der Social Compliance im Rahmen des Projektes
  • Definition von Social Compliance in Bezug der Lieferkette
  • Beachtung der gesetzlichen und behördlichen Vorgaben

Prozessstruktur

Input:

  • Entwicklungsvorgaben in Form von: Kundenanforderungen, gesetzlichen Rahmenbedingungen, Normen und Stand der Technik
  • Lastenheft des Kunden

Output:

  • Verifizierte und valide Entwicklungsergebnisse

Wechselwirkungen:

  • Anfrage - Angebot - Auftrag

Ressourcen:

  • Normen und Standards
  • Kundenanforderungen
  • Gesetzliche und behördliche Vorgaben
  • Projektplan
  • Technische Dokumentation

Prozessablauf

  1. Unterscheidung in: / Entwicklungsauftrag = weiter mit Punkt 2 / Eigenentwicklung = weiter mit Punkt 3 / Prozessentwicklung / Produktentwicklung
  2. Prüfung des Lastenheftes auf Machbarkeit = Machbarkeitsaussage aller Projektbeteligten erforderlich - Prüfung von: / Stand der Technik / Stand der Wissenschaft / Gesetzliche Anforderungen / Wenn Machbarkeitsprüfungsergebnis i. O. = Weiter mit Punkt 3 / Wenn Machbarkeitsaussage negativ = Rückmeldung an Kunde mit Auflistung aller entgegenstehenden Punkten
  3. Eröffnung eines neuen Entwicklungsprojektes = Budgetfreigabe über Ressourcenmanagement ist erfolgt ⁃ Budget = Anfrage zur Budgetfreigabe für internes Entwicklungsprojekt
  4. Definition der Entwicklungsanforderungen - Definition eines Pflichtenheftes ⁃ Abstimmung eines projektspezifischen Terminplanes mit allen Projektbeteiligten / Zuweisung von Arbeitspaketen / Definition von Ergebnisprüfungen / Beauftragung eventueler Lieferanten = Lieferantenmanagement
  5. In den Entwicklungsphasen: ⁃ Prüfung der Ist- und Sollanforderungen / Wenn Entwicklungsergebnis i. O. = Weiter zur nächsten Entwicklungsphase / Wenn Entwicklungsergebnis n. I . O = Kontrolle der zugrundeliegenden Entwicklungsphase = Änderungsmanagement / Reklamation Umgang mit fehlerhaften Produkten
  6. Dokumentation der Entwicklungsergebnisse in Form einer Produktakte
  7. Durchführung der Teilebemusterung gemäß Kundenvorgabe
  8. Abschluss des Entwicklungsprozesses = Lessons learned

Prozesskennzahlen

  • Entwicklungskosten 
  • Meilensteine / Reifegrade 
  • Zeitliche Fristen

Mitgeltende Unterlagen

  • Lastenheft
  • Pflichtenheft
  • Entwicklungsplan
  • Messprotokolle
  • Lessons Learned

Turtle-Modell

Input:

  • Entwicklungsvorgaben in Form von: Kundenanforderungen, gesetzlichen Rahmenbedingungen, Normen und Stand der Technik
  • Lastenheft des Kunden

Womit?

  • Prozess- & Produktentwicklung

Mit Wem?

  • Qualifizierte Mitarbeiter

Kennzahlen:

  • Entwicklungskosten 
  • Meilensteine / Reifegrade 
  • Zeitliche Fristen

Dokumente:

  • Lastenheft
  • Pflichtenheft
  • Entwicklungsplan
  • Messprotokolle
  • Lessons Learned

Risiken:

  • Budgetüberschreitung
  • Missachtung der Entwicklungsanforderungen
  • Keine wirksamen Kontrollmechanismen im Projekt etabliert

Output:

  • Verifizierte und valide Entwicklungsergebnisse

Prozessoptimierung

  • Strikte Einhaltung der Reifegrade
  • Strukturierte Dokumentation