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Energiemanagement

Energiemanagement

  • ist die vorausschauende, organisierte und systematisierte Koordinierung von Beschaffung, Wandlung, Verteilung und Nutzung von Energie zur Deckung der Anforderungen unter Berücksichtigung ökologischer u. ökonomischer Zielsetzungen (VDI 4602, Blatt 1, 10/2007)

Managementsysteme wie:

  • Umweltmanagement

  • Qualitätsmanagement

Managementsystem:

  • Zusammenhänge und Absichten formulieren, dokumentieren, 

  • überwachen, Ziele definieren, anpassen

  • Die Struktur der Energiemanagementnorm entspricht der ISO 14001 und ISO 45000

Energiemanagement News

  • Umsetzungspläne gemäß §9 Energieeffizienzgesetz (EnEfG) - Das Energieeffizienzgesetz vom 13.11. 2023 verpflichtet Unternehmen mit einem Gesamtendenergieverbrauch von mehr als 2,5 Gigawattstunden pro Jahr zur Erstellung von sogenannten Umsetzungsplänen

  • Für Unternehmen, die einen Gesamtendenergieverbrauch von mehr als 7,5 GWh/a aufweisen, gilt die Pflicht zur Einführung eines Energiemanagementsystems bis zum 18. Juli 2025.

    • Ab diesem Stichtag müssen betroffene Unternehmen die Anforderungen des EnEfG erfüllen und ein vollständiges Zertifikat nach ISO 50001 oder EMAS vorweisen können.

    • Betroffen sind Unternehmen bzw. deren kleinste rechtliche Einheiten, die in den letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahren einen durchschnittlichen Gesamtenergieverbrauch von mehr als 7,5 GWh/a hatten

  • Neue Plattform für Abwärme in Bezug der gesetzlichen Regelungen des § 17 des Energieeffizienzgesetz (EnEfG)

    • Sofern Unternehmen im Durchschnitt der letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahre einen Gesamtendenergieverbrauch von mehr als 2,5 GWh/a aufweisen, müssen diese nach § 17 Absatz 4 EnEfG Auskunft über ihre Abwärme geben.

    • Gemäß § 17 Absatz 2 Satz 1 EnEfG sind Unternehmen verpflichtet, die in § 17 Absatz 1 EnEfG festgelegten Angaben an die Plattform für Abwärme zu übermitteln

    • Ausgenommen von jeglicher Auskunftspflicht sind die Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder, der Militärische Abschirmdienst, der Bundesnachrichtendienst, die Streitkräfte sowie deren unmittelbar für Verteidigungszwecke betriebene Einrichtungen und Anlagen und kerntechnische Anlage

 


Energiemanagement

Energiemanagement

ISO 50001 / 4.1 Verstehen der Organisation und ihres Kontextes ISO 50001 / 4.2 Verstehen der Erfordernisse und Erwartungen interessierter Parteien ISO 50001 / 4.3 Festlegen des Anwendungsbereichs unn der Grenzen des Energiemanagementsystems ISO 50001 / 4.4 Energiemanagementsystem ISO 50001 / 5.1 Führung und Verpflichtung ISO 50001 / 5.2 Energiepolitik ISO 50001 / 5.3 Rollen, Verantwortlichkeiten und Befugnisse in der Organisation ISO 50001 / 6.1 Maßnahmen zum Umgang mit Risiken und Chancen ISO 50001 / 6.2 Planung von Maßnahmen zur Erreichung ISO 50001 / 6.3 Energetische Bewertung ISO 50001 / 6.4 Energieleistungskennzahlen ISO 50001 / 6.5 Energetische Ausgangsbasis ISO 50001 / 6.6 Planung der energiebezognen Datensammlung ISO 50001 / 7.1 Ressourcen ISO 50001 / 7.2 Kompetenz ISO 50001 / 7.3 Bewusstsein ISO 50001 / 7.4 Kommunikation ISO 50001 / 7.5 Dokumentierte Informationen ISO 50001 / 8.1 Betriebliche Planung und Steuerung ISO 50001 / 8.2 Auslegung ISO 50001 / 8.3 Beschaffung ISO 50001 / 9.1. Überwachung, Messung, Analyse und Leistungsbewertung ISO 50001 / 9.2 Internes AuditISO 50001 / 9.3 Managementbewertung ISO 50001 / 10.1 Nichtkonformitäten und Korrekturmaßnahmen ISO 50001 / 10.2 Fortlaufende Verbesserung

 


Energiebilanz eines Unternehmens

INPUT:

  • Betriebsstoffe

  • Energie

    <<< BETRIEB >>>

OUTPUT:

  • Produkte

  • Prozesse

  • Abfall

  • Emissionne

  • Wärme

  • Schadstoffe

Management von Ressourcen

Mittelbereitstellung für:

  • ein wirksames E-System

  • die ständige Verbesserung des E-Systems

Mitarbeiter

  • Einsatz von auf Ihrem Einsatzgebiet kompetenten Mitarbeitern:

  • Umsetzung von Mitarbeiterschulungen

  • Die Wirksamkeit d. Schulungen bewerten

  • Bewusstseinsschaffung für die Arbeit u. das Umfeld

  • Aufzeichnungen über die Fertigkeiten der Mitarbeiter führen

Infrastruktur

  • Messstellen

  • Prozessausrüstung wie Hard- u. Software / Unterstützende 

  • Dienstleistungen

Aufgaben des Energiemanagement-Beauftragten

  • Ist gemäß der aktuellsten Normfassung entfallen, kann jedoch freiwillig in den Unternehmen benannt werden

  • Sicherstellung, dass die erforderlichen Prozesse eingeführt, umgesetzt und aufrecht erhalten werden

  • Unterrichtung der Leitung über die Leistung des EMS u. mögliche Verbesserungsmaßnahmen

  • Bewusstsein schaffen für das Thema EM und den Kundenanforderungen

Ziele des Energiemanagements

Vorraussetzung:

  • Spezifisch

  • Messbar

  • Angemessen

  • Realistisch

  • Terminiert

Planung der Energie-Ziele:

  • für alle relevanten Funktionsbereiche

  • für alle erstellten Produkte u. Dienstleistungen und Betriebsbereiche

  • müssen durch Kennzahlen messbar sein

  • auf Grundlage der E-Politik stehen

  • Beispiele: Schadstoffausstoß, Strombedarf

    • → KVP

  • Optimierungsmaßnahmen im Prozess XY

  • Senkung des Energiebedarfs um ...%

  • Schulung von Mitarbeitern im Betriebsbereich

  • Höhere Mittel-Bereitstellung von Ressourcen für EMS

  • Anschaffung einer neuen effizienteren Maschine für …

Energieaspekte und Kennzahlen

Direkte Energieflüsse

  • Emissionen, Verbrauch von Ressourcen und Energien

Indirekte Energieaspekte

  • Energieflüsse, welche der Unternehmer nicht direkt beeinflussen 

  • kann! (Wirkungsgrade)

  • Zusammensetzung des Produktangebots

  • Energiebilanz

Energiefluss im Unternehmen:

  • Energieträger

  • Gas, Wärme, Elektrizität

  • Infrastruktur

  • Produktion / Prozesse, Maschinen, Beleuchtung, Büros

  • Kosten €

  • EEG Einspeisung, Fernwärme (Verkauf), Umsatz (Produktivität)

Datenerfassung und Auswertung

  • Aufzeigen langfristiger Verbrauchstrends

  • Ermittlung technischer Fehlfunktionen

  • Erstellung monatlicher / jährlicher Energieberichte

  • Energiemengen und -kosten einzelnen Produkten zuordnen

  • Bilden von Energiekennzahlen

Voraussetzung für eine genaue Analyse

  • Stetige Aufzeichnung der Verbräuche

  • Zentrale Datenerfassung u. Auswertung

  • Den kompletten Jahresgang erfassen / Vergleiche über Jahre

Energiekennzahlen:

  • Anforderungen an Kennzahlen

  • Jahresverbräuche je Anlage / Prozess

  • Energieverbrauch je hergestellter Einheit

  • Wirksamkeit einer Optimierung analysieren

  • Verbrauchsspitzen über einen Monat / Jahr

  • Datenerfassung und Auswertung

  • Problematisch sind Benchmarks zu anderen Prozessabschnitten und Unternehmen

  • Prüfung des Maßnahmenerfolgs durch Messung

Einführung eines Energiemanagements

  • Bestandsaufnahme

  • Planung

  • Interne Kommunikation

  • Implementierung

  • Kontroll- und Korrekturmaßnahmen

Bestandsaufnahme

  • Aufnahme aller verwendeten Energieträger

  • Aufnahme aller Energieflüsse im Unternehmen

  • Zusammenfassen der Anlagendaten

  • Analyse der letzten Verbrauchsabrechnungen = Messstellenkonzept?

Planung

Messstellenkonzept aufbauen:

  • um Verbräuche entsprechenden Anlagen und Prozessen zuzuordnen

  • um genaue Verbrauchsdaten jeder einzelnen Anlage zu erhalten

  • um mögliche Schwachstellen zu identifizieren

  • Top-Management muss die Funktionsfähigkeit des EMS sicherstellen u. dafür Sorge tragen, dass das System durch ständige Planung u. 

  • Verbesserung aufrecht gehalten wird

Interne Kommunikation:

  • Formulierung eines wirksamen Prozesses, welcher eine hinreichende 

  • Kommunikation über alle Organisationsebenen ermöglicht

Implementierung

  • Daten der Bestandsaufnahme Unternehmensbereichen zuzuordnen

  • Definition und Umsetzung einer Energiepolitik

  • Ressourcen für den Aufbau eines EMS bereitstellen

  • Mitarbeiter für das Thema Energie sensibilisieren

  • Energiedaten sammeln

  • Delegation der Befugnisse, sowie deren Bekanntgabe → Organigramm

  • Benennung des Energie-Beauftragten durch das Top-Management

Kontroll- und Korrekturmaßnahmen

  • Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Pflichtdokumente ISO 50001:2018

  • 4.3 Anwendungsbereich des UMS 

  • 5.2 Energiepolitik

  • 6.1.1 Risiken und Chancen 

  • 6.1.1  Erforderliche Prozesse zur Bestimmung von Risiken und Chancen, Energieaspekten, bindenden Verpflichtungen, Planung von Maßnahmen 

  • 6.1.2 Energieaspekte und Auswirkung sowie Bewertungskriterien 

  • 6.1.3  Bindende Verpflichtungen 

  • 6.2.1 Energieziele

  • 7.2 Nachweise zur Kompetenz

  • 7.4.1 Nachweise zur Kommunikation, soweit angemessen 

  • 8.1  Dokumentierte Informationen zu Prozessen der betrieblichen Planung und Steuerung 

  • 8.2  Auslegung

  • 9.1.1  Nachweise der Ergebnisse der Überwachung, Messung, Analyse und Bewertung 

  • 9.1.2  Nachweise der Ergebnisse der Bewertung der Einhaltung der bindenden Verpflichtungen 

  • 9.2.2 Nachweise der Verwirklichung des Auditprogramms und der Ergebnisse der Audits

  • 9.3 Nachweis der Ergebnisse der Managementbewertung

  • 10.1 Nachweis zu Nichtkonformitäten und Ergebnissen von Korrekturmaßnahmen

Rahmengesetze

  • Bundesimmissionsschutzgesetz (BimschG)

  • Energieeinspargesetz (EnEG) u. Energieeinsparverordnung (EnEV)

  • Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)

  • Erneuerbare Energien Wärme gesetz (EEWärmeG)

  • Treihausgas-Emmisionshandelsgesetz (TEHG)

  • Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

  • Stromsteuergesetz (StromStG) / Energiesteuergesetz (EnergieStG)

  • Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Energieeinsparcontracting

  • Contractor

    • Dienstleister, welcher die Aufgaben innerhalb der vertraglich abgestimmten Leistungen über einen bestimmten Zeitraum übernimmt

  • Contracting-Nehmer

    • Auftraggeber = Empfänger der Contracting-Leistung

  • Varianten

    • Energieeinspar-Contracting

    • Anlagen-Contracting

    • Finanzierungs-Contracting

    • Betriebsführungs-Contracting

Rechtliche Rahmenbedingungen

  • Verträge zwischen Contractor und Contracting-Nehmer

  • Errichtung einer Anlage

  • Energielieferung

  • Grundbucheinträge

  • Bürgerliches Gesetzbuch

  • Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit 

  • Fernwärme (AVBFernwärmeV)

  • ...

Beispiele

  • regenerative Wärmeerzeugung

  • regenerative Stromerzeugung

  • Wärme und Stromerzeugung

  • industrielle Bereitstellung von Druckluft

  • Straßen- und Innenbeleuchtung

  • Öffentliche Investitionen –PPP

  • Ampelanlagen – Contracting sowohl mit Einspargarantie als auch 

  • Ratenfinanzierung

  • Abwärmenutzung

  • Wärmespeicherung

Optimierungsbereiche im Energiemanagement

Beleuchtung

  • Unnötige Leuchtkörper entfernen bzw. durch Energiespar- o. 

  • Leuchtstofflampen ersetzen

  • Reinigung / Wartung

  • In Räumen helle Farben verwenden

  • Bewegungssensoren einsetzen

  • Einsatz von Abluftleuchten (=Prozesswärme)

  • Vorschaltgeräte, statt konventionelle verwenden

Druckluft

  • Drucklufteinsatz wo es geht vermeiden

  • Überdimensionierungen vermeiden

  • Aufteilung nach Druckluftbedarf (Grundlast-, Spitzenlastmaschinen)

  • Regelbare Kompressoren einsetzen

  • Abwärme nutzen

  • Regelmäßige Wartung /Druckluft vorbehandeln (Luft filtern u. trocknen)

Energiedatenmanagement

  • Energiedaten aufzeichnen, analysieren, auswerten → Potentiale ermitteln

  • Standby-Betrieb vermeiden

  • Serverpflege über Nacht oder auf Pausenzeiten verlegen

  • Beim Einkauf von Geräten auf Effizienzklassen achten (A++)

  • Extreme Kühlung der Serverräume unter 26°C vermeiden

KWK

  • Einsatz von wärmebetriebenen Kältemaschinen prüfen → kann anfallende überflüssige Wärme im Nachbarbetrieb genutzt werden?

Kältetechnik

  • Sensorgesteuerte Regeltechnik einsetzen

  • Keine Überdimensionierungen

  • Zeitsteuerung dem Prozess angepasst

  • Temperatursprünge möglichst vermeiden

  • Regelmäßige Wartung

  • Minimieren von Luftschleusen (Tore, Türen)

Klima und Lüftung

  • Lüftermotoren mit regelbarer Drehzahl einsetzen

  • Hohe Drehzahlen vermeiden

  • Lüfter mit bürstenlosen Motoren einsetzen

  • Regelmäßige Reinigung der Filter u. Rohrsysteme

Heizung

  • Abwärme nutzen

  • Kesselleistung entsprechend des Bedarfs wählen

  • Überdimensionierungen vermeiden

  • Häufige Startvorgänge vermeiden

  • Effiziente Heizungspumpen anwenden

  • Nur solche Räume heizen, bei denen es notwendig ist

Prozesswärme

  • Prozesswärme möglichst aus vielen Prozessen nutzen

  • Leerlaufzeiten von Prozessen vermindern

  • Wärmeverluste auf Transportweg minimieren

  • Anlaufprozesse verbessern (häufiges Aufheizen)

  • Einsatz von Wärmetauschern und Wärmepumpen

Pumpensysteme

  • Auf korrekte Dimensionierung achten

  • Saugstutzen optimieren

  • Angepasste Motordrehzahlen

  • Pumpendruck anpassen

  • Regelmäßige Wartung

Abhängigkeit des Energieverbrauchs:

  • Klimatischen Bedingungen

  • Gebäudehülle

  • Geplantes Raumklima

  • Technische Gebäudeausrüstung

  • Tätigkeiten und Prozesse

  • Nutzerverhalten

  • Betriebsbedingungen

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